17.06...

...1953... Arbeiter- und Bauernaufstand im Arbeiter- und Bauernstaat. Klingt komisch, ist aber so. Ich glaube es ist kein Zufall, dass Tobias und ich uns auch am 17.06. kennen lernen. Das scheint ein Datum zu sein, welches Ereignisse anzieht, die fundamentale und weltweite Auswirkungen haben. Also na ja, ich übertreibe vielleicht ein wenig wenn ich das so sage, aber das kümmert mich nicht besonders. Es fiel mir nur heute spontan ein als ich in der ThULB saß und darüber nachdachte dem Typ am Tisch hinter mir mit dem schweren Buch über den Zweiten Weltkrieg eins überzubraten weil er einfach nicht leise atmen konnte.

Stellt euch das doch mal vor... da will man in ruhe lesen und hört hinter sich ständig ein Pfeifen weil der Typ durch seine halb verstopfte Nase atmen muss. Ich war wirklich kurz davor, Tony Judt's Buch über "Europa nach dem Zweiten Weltkrieg" als Waffe zu benutzen. Letztlich kam es nicht soweit weil ich gegangen bin.

Ansonsten geht es mir eigentlich recht gut. Wenn man vom Leistungesdruck der Klausuren und meiner Sehnsucht nach Tobias absieht. Letztlich wurde ich von einem Bekannten gefragt ob das nicht langsam mal weniger wird. Die Sehnsucht, meine ich. Und das Verliebtsein. Ich dachte ja bis jetzt auch immer, dass das einfach irgendwann aufhört und man dann aus Gewohnheit und der Angst vorm Alleinsein einfach zusammen bleibt.

Komischerweise wird es das nicht. Es wurde nicht weniger im letzten Jahr, es wurde aber anders. Ich weiß noch genau wie ich letztes Jahr um dieselbe Zeit hier saß und Ressorts, Gesetzesinitiativen und der Debatte um das vermeintliche Blockade-Instrument Bundesrat einfach nichts abgewinnen konnte. Meine Gedanken kreisten ständig um diesen unglaublich faszinierenden Typ den ich drei Wochen lang nicht gesehen hatte, der mich aber keine Sekunde allein gelassen hatte. Wenn ich daran denke was mittlerweile daraus geworden ist wird mir immernoch ganz anders. Und ich hoffe und werde alles dafür tun, dass das auch so bleibt.

Jetzt Schluss mit dem Geschwafel,

-lees (wie Bart Simpson übrigens manchmal seine Schwester nennt)

6.7.07 20:56, kommentieren

Weit weg...

... ist nicht nur der Titel eines Clueso-Albums sondern auch der Ort, an dem ich gern wäre. Manchmal packt mich einfach das Fernweh, genau wie jetzt. Dann denke ich an meinen letzten Urlaub, so ziemlich der schönste meines Lebens, auch wenn ich nur auf Rügen war. Aber irgendwie hat mir diese Woche mehr gegeben als drei Wochen Sommer, Strand und Palmen. Und wenn ich daran zurück denke würde ich mir am liebsten sofort meine Koffer und Tobias schnappen um wieder dorthin zu fahren.

Jedenfalls würde ich dort alles vergessen können, was mir zur Zeit auf die Nerven geht: meine blöden Klausuren, die leider unglaublich wichtig sind zum Beispiel. Jetzt sind es noch genau 2 Wochen bis es ernst wird und ich kann den Lernstoff jetzt schon nicht mehr sehen. Aber jammern hilft wie immer nichts, auch wenn es manchmal einfach nicht anders geht. Ein wenig Mitleid ist ja auch mal ganz schön.

Außerdem geht es mir ja nicht schlecht. Außer meinem Lernstress und meiner Sehnsucht nach Tobias gibt es eigentlich nichts, worüber ich mich beschweren könnte. Aber eben zweiteres ist es, das mir alles irgendwie sinnlos vorkommen lässt *seufz*

Bevor ich jetzt noch wirklich zu jammern anfange wünsche ich lieber noch einen schönen Abend,

so long,

-lees

3.7.07 20:56, kommentieren

Es ist nicht Philosophie, es ist bekiffte Unterhaltung...

… denke ich manchmal, wenn ich unglaublich kluge Leute reden höre. Leute, die einfach nie zum Punkt kommen, ständig um alles herum reden und ohnehin glauben, die Weisheit mit der Schaufel gefressen zu haben… kurz: Leute, die viel reden aber wenig sagen. Manche versuchen dabei, möglichst viele Fremdwörter in den Satz zu packen um damit ihrer Pseudo-Intelligenz noch mehr Nachdruck zu verleihen. Dabei bin ich eher ein Anhänger der Theorie die besagt, dass es eine Kunst ist, treffend genau das zu sagen was man sagen will… ohne Umschweife, ohne unnötige Attribute oder Fremdworte. Aber das ist wahrscheinlich heutzutage einfach unmodisch.

Viele Menschen reden heute über Sachen von denen sie keine Ahnung haben. Ob es sich um Paris Hilton im Gefängnis, das amerikanische Wahlsystem oder die globale Erwärmung handelt (ohnehin ein Thema, das zurzeit gern und viel diskutiert wird). Egal was man heute irgendwo, wo viele Menschen sind, loswird… ständig findet sich jemand, der durch seine verbale Inkontinenz auffällt. Das sind Leute, die einfach zu jedem Thema etwas zu sagen haben, ob es nun um Kants Theorie vom Ewigen Frieden oder um den Gewinner von „Deutschland sucht den Superstar“ geht.

Ich dagegen glaube, dass man auch einfach mal den Mund halten sollte. So wie ich jetzt.

Gute Nacht,

-lees

25.6.07 22:45, kommentieren

Kant + Hobbes = Kabbes?

Die Klausurenzeit kommt schneller als man denkt. Das ist irgendwie immer so. Und schon seit meinem 2. Semester nehme ich mir vor, dass ich nächstes Mal echt eher mit lernen anfangen muss. Wurde bisher nie was. Wenigstens habe ich heute meinen IB-Hefter auf den neuesten Stand gebracht, was mir wenigstens eine Grundlage fürs Lernen gibt. Wenn ich aber ans Lernen selbst denke wird mir schon ein wenig anders. Der ganze Spaß mit Kantianern, Hobbesianern und Grotianern ist sicher lustig, wenn man ihn verstanden hat, was ich von mir allerdings noch nicht sagen kann... na ja, ein Anfang ist wenigstens schon mal da und ich bin zugegebenermaßen echt stolz drauf

Leider plagt mich die dämliche Erkältung noch immer. Meine Stimme klingt nicht besonders gut, was ich persönlich nicht ganz so schlimm finde, denn es könnte bewirken, dass ich beim Russisch heute Abend nicht ganz so oft dran komme. Bemerkenswert ist, dass wir anfänglich über 20 Leute in dem Kurs waren. Jetzt kommen pro Sitzung nur noch 10, höchstens 12.

Zu warm ist es mir aber immer noch, was mein Denkvermögen mittlerweile irgendwie verringert. Ich kann mich bei solcher Hitze einfach nicht konzentrieren. Bleibt nur zu hoffen, dass es bald endlich wieder Winter wird

Damit ich heute Abend aber doch nicht ganz ahnungslos bin werde ich doch mal einen Blick in mein Russischbuch werfen...

bye

-lees

14.6.07 13:05, kommentieren

Kopfkarussell

Ach es geht mir ja so schlecht. Sogar noch schlechter als gestern. Liegt wohl daran, dass ich heute nacht kaum geschlafen habe, was an einem fiesen Bazillus liegt, der mich erwischt hat. Zu gemeinen Kopfschmerzen kam also noch eine triefende Nase und ein kratzender Hals. Das brachte mich dazu, mir heute kurzerhand frei zu geben und meinen Tag im Bett zu verbringen. Macht ja nichts, dass ich eigentlich zu drei Vorlesungen und meinem Russisch-Kurs gehen müsste. Aber es geht nun mal einfach nicht. Stattdessen trinke ich bitteren Spitzwegerichtee, liege im Bett und warte darauf, dass es mir besser geht.

Da sich in meinem Kopf gerade alles dreht und mein Bett mir verfüherisch zuzwinkert (liegt wohl an zuviel Aspirin) verbleibe ich mit schönen Grüßen...

-lees

12.6.07 12:23, kommentieren

Katerstimmung...?

Ach es geht mir ja so schlecht. Das muss am Alter liegen. Nicht, dass 24 kein gutes Alter wäre. Aber es ist eben fast schon 25. Und DAS ist kein gutes Alter. Aber das ist es nicht, was mir zu schaffen macht. Das sind viele kleine andere Dinge.

Erstens und am schwerwiegendsten: Tobias ist wieder in Aachen. Wie ich diese Stadt hasse (obwohl sie wirklich, wirklich schön ist). Dennoch hasse ich sie. Weil sie nicht hier ist. Aachen ist nicht mal in der Nähe von hier. Na ja… 242 Stunden, bis wir uns wieder sehen. Und wenn ich an das allabendliche Telefonat und die sehnsüchtigen SMS denke wird mir ganz schlecht. Aber es muss nun mal sein. Noch zwei Klausuren, dann ist er wenigstens theoretisch Astronaut, bzw. Raketenbauer (mir gefällt die Bezeichnung Astronaut besser, hat so was Heroisches). Und dann sind wir unseren Spießer-Träumen von Haus, Kind und Garten ein wenig näher. Eigentlich will ich sogar zwei Kinder…

Zweitens und nervtötend: Mich plagt irgendeine Sonnenallergie. Ich kann gar nicht verstehen, wie Leute dieses Wetter toll finden können. Es ist viel zu warm, es regnet nicht und ich fange augenblicklich zu schwitzen an, wenn ich das Haus verlasse. Außerdem juckt meine Haut, denn ich habe vergessen im Frühjahr Carotin-Kapseln zu essen. Jetzt habe ich den Salat, bzw. Hautausschlag. Und da frag mich noch mal jemand, warum ich nie braun werde. Sonne ist einfach nichts für mich. Ich werde auswandern, auch wenn ich noch nicht weiß wie ich das Tobias beibringe. Irland (dessen Staatsbürgerschaft ich beantragen werde) ist leider nicht das Heimatland der Raumfahrttechnik. Aber das macht nichts… wir werden einfach eine glückliche Familie, deren Kinder mit Schafen aufwachsen. Schafe sind ohnehin bessere Menschen. Jedenfalls wenn man das Buch „Glennkill“ von Leonie Swann liest… was ich hiermit jedem ans Herz lege.

Drittens und typisch: es ist kein Eis mehr da und ich habe vergessen, welches mitzubringen.

Aber na ja… man kann ja nicht immer nur meckern. Ich werde mich jetzt einfach über meine schönen Geburtstagsgeschenke freuen, später die Simpsons schauen und noch ein wenig für mein Seminar morgen lesen… auch wenn mir mehr danach ist, mich auf das Sofa zu legen, einzuschlafen und erst wieder aufzuwachen wenn Tobias wieder da ist… *seufz*

So long,

-lees

11.6.07 17:50, kommentieren

Smudooooooo!...

... wollten wir am Bierstand im Foyer des Hyzet Kultur- und Kongresszentrums rufen kurz bevor das Konzert los ging. Dann wären ein paar der mit perfekten Föhnfrisuren und Glitzerhandtaschen ausgestatteten Mädels vielleicht aus der Reihe getanzt und wir wären schneller zu unserem Bier gekommen. Aber auch so gelang es uns, noch vor Beginn um 21 Uhr drei Bier zu erstehen.

Pünktlich um 21 Uhr ging es dann auch los. Andy kam auf die Bühne und "Mission Ypsilon" begann. Unter lauten "VIER!"-Rufen betraten dann auch die anderen drei die Bühne. In den folgenden 90 Minuten machten die Vier ihrem Namen echt alle Ehre. Neben klasse Liedern von der neuen Platte gaben sie auch ältere Hits zum besten. Ein Highlight war natürlich "Krieger", was mit Thomas einfach immer wieder klasse rüber kommt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich aus Reihe 6 glücklicherweise schon an die Absperrung durchgekämpft, denn danach kam "Was geht?!", wo ich mit Sicherheit noch mehr Ellbogen im Gesicht gehabt hätte, wenn ich nicht ganz vorn gestanden hätte.

Natürlich gab es auch bei diesem klasse Konzert Leute, von denen man einen genervten Blick bekam, wenn man sie aus Versehen und ohne jegliche böse Absicht anrempelte. Und diejenigen mit einer Sitzplatz-Karte hatten sich ihre Sitzplätze sicher auch irgendwie näher dran festgestellt. Aber mal ehrlich--- wer bei den Fantas einen Sitzplatz braucht hat es auch nicht anders verdient...! Ich war hinterher zwar klatschnass, dafür aber unglaublich glücklich. Vor allem weil ich alle 4 noch abklatschen durfte, bevor sie die Bühne nach einer halbstündigen Zugabe verließen. Eigentlich wollte ich mich nach der Berührung von Michi (der einfach nur zu schön ist) nicht mehr waschen, aber das wurde mir leider verboten (und ehrlich gesagt war mir die Dusche nach dem Konzert total willkommen). Man merkte auch, dass die Vier ziemlich fertig waren... aber jemand, der das nach diesem Konzert nicht war hat eindeutig was falsch gemacht...

Bleibt mir nur noch, mich auf den 24.11. in Leipzig zu freuen. Auch wenn es nicht dasselbe sein wird wie dieses Konzert. Man war eben einfach näher dran.

Das wars erst mal dazu, studieren müsste ich ja nebenbei auch mal noch...

Doswedanja... (was mich an meine Russisch-Hausaufgaben erinnert *graus*)

-lees

4.6.07 10:57, kommentieren