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Weit weg...

... ist nicht nur der Titel eines Clueso-Albums sondern auch der Ort, an dem ich gern wäre. Manchmal packt mich einfach das Fernweh, genau wie jetzt. Dann denke ich an meinen letzten Urlaub, so ziemlich der schönste meines Lebens, auch wenn ich nur auf Rügen war. Aber irgendwie hat mir diese Woche mehr gegeben als drei Wochen Sommer, Strand und Palmen. Und wenn ich daran zurück denke würde ich mir am liebsten sofort meine Koffer und Tobias schnappen um wieder dorthin zu fahren.

Jedenfalls würde ich dort alles vergessen können, was mir zur Zeit auf die Nerven geht: meine blöden Klausuren, die leider unglaublich wichtig sind zum Beispiel. Jetzt sind es noch genau 2 Wochen bis es ernst wird und ich kann den Lernstoff jetzt schon nicht mehr sehen. Aber jammern hilft wie immer nichts, auch wenn es manchmal einfach nicht anders geht. Ein wenig Mitleid ist ja auch mal ganz schön.

Außerdem geht es mir ja nicht schlecht. Außer meinem Lernstress und meiner Sehnsucht nach Tobias gibt es eigentlich nichts, worüber ich mich beschweren könnte. Aber eben zweiteres ist es, das mir alles irgendwie sinnlos vorkommen lässt *seufz*

Bevor ich jetzt noch wirklich zu jammern anfange wünsche ich lieber noch einen schönen Abend,

so long,

-lees

3.7.07 20:56, kommentieren

17.06...

...1953... Arbeiter- und Bauernaufstand im Arbeiter- und Bauernstaat. Klingt komisch, ist aber so. Ich glaube es ist kein Zufall, dass Tobias und ich uns auch am 17.06. kennen lernen. Das scheint ein Datum zu sein, welches Ereignisse anzieht, die fundamentale und weltweite Auswirkungen haben. Also na ja, ich übertreibe vielleicht ein wenig wenn ich das so sage, aber das kümmert mich nicht besonders. Es fiel mir nur heute spontan ein als ich in der ThULB saß und darüber nachdachte dem Typ am Tisch hinter mir mit dem schweren Buch über den Zweiten Weltkrieg eins überzubraten weil er einfach nicht leise atmen konnte.

Stellt euch das doch mal vor... da will man in ruhe lesen und hört hinter sich ständig ein Pfeifen weil der Typ durch seine halb verstopfte Nase atmen muss. Ich war wirklich kurz davor, Tony Judt's Buch über "Europa nach dem Zweiten Weltkrieg" als Waffe zu benutzen. Letztlich kam es nicht soweit weil ich gegangen bin.

Ansonsten geht es mir eigentlich recht gut. Wenn man vom Leistungesdruck der Klausuren und meiner Sehnsucht nach Tobias absieht. Letztlich wurde ich von einem Bekannten gefragt ob das nicht langsam mal weniger wird. Die Sehnsucht, meine ich. Und das Verliebtsein. Ich dachte ja bis jetzt auch immer, dass das einfach irgendwann aufhört und man dann aus Gewohnheit und der Angst vorm Alleinsein einfach zusammen bleibt.

Komischerweise wird es das nicht. Es wurde nicht weniger im letzten Jahr, es wurde aber anders. Ich weiß noch genau wie ich letztes Jahr um dieselbe Zeit hier saß und Ressorts, Gesetzesinitiativen und der Debatte um das vermeintliche Blockade-Instrument Bundesrat einfach nichts abgewinnen konnte. Meine Gedanken kreisten ständig um diesen unglaublich faszinierenden Typ den ich drei Wochen lang nicht gesehen hatte, der mich aber keine Sekunde allein gelassen hatte. Wenn ich daran denke was mittlerweile daraus geworden ist wird mir immernoch ganz anders. Und ich hoffe und werde alles dafür tun, dass das auch so bleibt.

Jetzt Schluss mit dem Geschwafel,

-lees (wie Bart Simpson übrigens manchmal seine Schwester nennt)

6.7.07 20:56, kommentieren